Die Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick von Berlin möge beschließen:

Das Bezirksamt wird ersucht, den Volkstrauertag jährlich im Rahmen einer öffentlichen Gedenkveranstaltung würdevoll zu begehen, um an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft zu erinnern.

Begründung:

Der Volkstrauertag dient dem Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Jedes Jahr wird in ganz Deutschland auf Gedenkveranstaltungen zum Volkstrauertag an die Gräuel insbesondere der beiden Weltkriege gedacht und der Horror des Krieges angemahnt. Kranzniederlegungen zur Erinnerung an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft finden auf Friedhöfen und vor Denk- und Mahnmalen statt. Die Trauer um die gefallenen Vorfahren in den Kriegen und die Kriegsopfer in der Heimat geht Hand in Hand mit der Trauer um die Gefallenen und Kriegsopfer anderer Völker. Der Volkstrauertag dient auch dem Gedenken an die Opfer nationalsozialistischer und kommunistischer Gewaltherrschaft.

Nach Angaben des Senats befinden sich in Berlin „rund 120.000 Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft“ (Martin Trefzer, AfD: Wird der Volkstrauertag in den Berliner Bezirken angemessen begangen? Gedenkveranstaltungen der Bezirksämter zum Volkstrauertag und die Pflege der Kriegsgräber in Berlin, Schriftliche Anfrage vom 21. Dezember 2023, AGH-Drucksache 19/17687). In Treptow-Köpenick erinnern Kriegsgräber auf den bezirklichen Friedhöfen – etwa in Baumschulenweg – an unsere in den Kriegen ums Leben gekommenen Vorfahren und an gefallene Soldaten und Kriegsopfer anderer Nationen.

Während der Volktrauertag in den Bezirken Steglitz-Zehlendorf, Charlottenburg-Wilmersdorf und Reinickendorf jedes Jahr würdevoll mit Gedenkveranstaltungen begangen wird, verweist TreptowKöpenick lediglich auf Veranstaltungen des Deutschen Bundestages (vgl. ebd). Unser Bezirk sollte sich am Vorbild der vorbenannten Bezirke orientieren und jährlich zum Volkstrauertag eine angemessene öffentliche Gedenk- und Mahnzeremonie ausrichten.